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23. Okt 2021
 
 

„Die großen Sachen kommen alle noch”


Interview mit Beachvolleyballerin Britta Büthe

Interview: Beachvolleyballerin Britta Büthe vermutet ihre Zukunft in Stuttgart, ist aber auch gerne in Speyer

Britta Büthe (23) aus Böhl-Iggelheim war sowohl im Volley- als auch im Beachvolleyball das Aushängeschild des TSV Speyer. Vor kurzem ist sie zum MTV Stuttgart gewechselt. Im August hat sie mit ihrer Beachvolleyball-Partnerin Karla Borger die Goldmedaille bei der Universiade, ein Internationales Uni-Turnier, in China gewonnen. Mit Rebecca Ditt hat sie über die richtige Partnerwahl und ihre Zukunftspläne gesprochen.

Frau Büthe, ich gebe Ihnen zum Einstieg mal zwei Stichworte: Halle oder Sand?
Eigentlich eine Kombination aus beidem. Wobei die Priorität eindeutig auf Sand liegt.
Weil?
Es ist 'ne gute Kombination aus Einzel- und Mannschaftssportart. Man ist nicht auf sich allein gestellt, aber es kommt irgendwie schon auf einen drauf an. In der Halle kann man sich so 'n bisschen hinter den fünf Mitspielern verstecken. Außerdem mag ich die Atmosphäre beim Beachvolleyball.
Nächstes Stichwort: Stuttgart oder Speyer?
Muss ich auch wieder sagen: 'ne Kombination aus beidem. Stuttgart ist das, wo meine Zukunft vermutlich liegt, aber ich bin auch gerne in Speyer bei meiner Familie, schau bei meinen Schulfreunden und Volleyballfreunden vorbei.
Sie haben sich in Sachen Wechsel mit ihrer Beachvolleyball-Partnerin Karla Borger beraten.
Ja, wobei wir schon zusammen gespielt haben, bevor sie nach Stuttgart gekommen ist. Wir kennen uns schon von früher, vom Hallenvolleyball, weil wir da oft gegeneinander gespielt haben. Haben uns auch immer gut verstanden, und dann war es eigentlich so, unser Trainer, der für unseren Jahrgang zuständig war, der hat von uns beiden gewusst, dass wir keine Partnerin haben und auf der Suche sind und hat uns dann so ein bisschen zusammengeführt.
Also hat er quasi das „Date” ausgemacht?
(lacht) Er hat uns quasi auf die Idee gebracht, dass wir uns mal ansprechen könnten.
Und nach dem Probetraining haben Sie gemerkt, dass es passt?
Nee, so war das eigentlich nicht. Wir wussten ja, dass es vom Persönlichen her sowieso passt, weil wir uns ja schon kannten. Über das Spielerische haben wir uns in dem Moment einfach nicht so viele Sorgen gemacht.
Was schätzen Sie an ihr? Ihre Offenheit und Direktheit. Ich glaub', wir ergänzen uns ganz gut. Ich bin wahrscheinlich eher die Stillere, und sie ist so ein bisschen die Extrovertiertere.
Und inwiefern ergänzen Sie sich auf dem Beachvolleyballfeld?
Es gibt zwei Positionen. Einmal den Spieler, der etwas größer ist und meist vorne am Netz spielt. Das bin ich. Und eine schnellere, meist ein bisschen kleinere Spielerin, das macht sie. Eigentlich sind wir für unsere Positionen ganz gut geschaffen, was unsere Voraussetzungen angeht.
Wie lange spielen Sie jetzt zusammen?
Das ist die dritte Saison.
Kann man schon davon sprechen, dass Sie aufeinander eingespielt sind?
Es gibt keinen speziellen Zeitpunkt, an dem man sagt jetzt sind wir aufeinander eingespielt, sondern es gibt immer noch Sachen, die man verbessern kann.
Wie lief's in China? Da haben Sie beide Gold geholt. War das zu erwarten?
Wir hatten vorher keine Teilnehmerliste von den anderen Spielern. Von daher wussten wir nicht, was uns erwartet. Wir hatten aber für uns das Ziel ausgegeben, eine Medaille zu holen. Dass wir Gold geholt haben, war für uns umso schöner, weil wir vorher im Viertelfinale gegen die Amerikanerinnen verloren hatten. Aber es gibt dann so 'ne Verliererrunde, und über die sind wir ins Finale gekommen und hatten dann da nochmal das Glück, uns zu revanchieren.
Im Finale gegen ein Team zu spielen, gegen das man vorher verloren hat, ist härter als „neue” Gegner, oder?
Einerseits schon, aber andererseits hatten wir uns auch echt geärgert, dass wir im Viertelfinale gegen die verloren haben. Weil wir da auch schon drei Matchbälle hatten und die alle nicht genutzt haben. Dementsprechend groß war dann auch die Motivation.
Welcher Titel fehlt Ihnen noch in der Sammlung?
Da fehlt noch ganz schön viel. Was wir bis jetzt gespielt haben, war nur die Vorbereitung. Die großen Sachen kommen ja alle noch: EM, WM, vielleicht mal die Olympischen Spiele.
Das heißt, Ihr Schwerpunkt im Leben wird auf dem Sport liegen?
Ich schließ' jetzt im Herbst meinen Bachelor ab, und dann werde ich mich erstmal auf den Sport konzentrieren.
Wie oft trainieren Sie?
Normalerweise trainieren wir zweimal am Tag.
Wenn Sie sagen, Sie wollen sich noch stärker auf den Sport konzentrieren, zieht da Karla mit? Sie ist eher diejenige, die die letzten Jahre Kompromisse machen musste wegen meines Studiums, weil ich dann eben auch nicht alles spielen konnte und auch nicht immer zweimal am Tag trainieren konnte. Ich glaub', da is sie auch ganz froh, dass die Phase jetzt bei mir vorbei ist.

Quelle: Rheinpfalz vom 26.10.2011

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